AI YOUTH Anti-Menschenrechtsinitiative Jugendlicher Elan für die Menschenrechte in der Schweiz

20. Dezember 2018
Über sechs Monate haben sich die Mitglieder der Jugend- und Hochschulgruppen von Amnesty Interna-tional Schweiz im Kampf gegen die Anti-Menschenrechtsinitiative eingesetzt. Ein Résumé.

Dieser Kampf wurde gewonnen: Fast zwei Drittel der abstimmenden Bevölkerung hat am 25. November zur Anti-Menschenrechtsinitiative der SVP «NEIN» gesagt. Die unter dem irreführenden Namen «Schweizer Recht statt fremde Richter» lancierte Initiative hätte bei einer Annahme die Menschenrechtslage in der Schweiz stark verschlechtert. Ein umso grösseres Zeichen für die Rechte von jedem und jeder von uns war die deutliche Ablehnung dieser Vorlag.

 

Über einen Monat ist nun schon vergangen seit dieser Abstimmung. Zeit, um sich im Büro langsam wieder alltäglicherer Arbeit zuzuwenden. Zeit aber auch, um die vergangenen Monate etwas zu reflektieren. Zeit um zu realisieren was für tolle Arbeit geleistet wurde. Zeit um Danke zu sagen! Vielen herzlichen Dank allen jungen Aktivistinnen und Aktivisten! Vielen Dank auch an allen Jugend- und Hochschulgruppen! Ihr habt uns mit riesigem Engagement und grosser Motivation auf der Reise zu diesem Abstimmungsresultat am 25. November begleitet.

 

Eine Reise, die schon sehr früh angefangen hat. So hat die Unigruppe Genf bereits anfangs Juni an einem Stand am Strassenfest «La ville est à vous» auf die Gefahr der Anti-Menschenrechtsinitiative aufmerksam gemacht. Diesem jugendlichen «Kick-off» zur Abstimmungskampagne unter dem Motto «Menschenreche machen uns stark» folgten viele verschiedene Aktionen der Jugend- und Hochschulgruppen in Basel, Bern, Fribourg, Lausanne, Neuchâtel, Thun, Zürich und vielen anderen Orten der Schweiz. Es wurde sensibilisiert, argumentiert, diskutiert und gefeiert – alles im Einsatz zu Stärkung der Menschenrechte in der Schweiz!

 

Viele durchgeführte Aktionen dienten der Sensibilisierung der Bevölkerung in der Schweiz, so beispielsweise die Infoveranstaltung im Centre Fries in Fribourg am 18. Oktober oder am 03. Oktober in der Zürcher Irchelbar. Aber auch mit Strassenaktionen konnten Jugendaktivistinnen und –aktivisten eine breite Diskussion anregen. Das Herz davon waren Standaktionen, wie diejenige in Neuchâtel auf der Place Pury am 01. September, in Basel am Klosterberg vom 24. bis 26. August oder in Thun am 25. August. Diskutiert wurde auch indoor – die Podiumsdiskussion an der Uni Zürich am 30. Oktober zur Europäischen Menschenrechtskonvention und den Folgen eines «Ja» zur «Fremden Richter-Initiative» regte viele Besucherinnen und Besucher zum Denken an.

 

Ebenfalls zum Denken angeregt haben diverse Ausstellungen zum Thema "Meine Geschichte - Mein Recht". Die unter anderem vom 01. bis 07. November an der Universität Bern erlebbare Ausstellung lies Menschen persönlich und bewegend erzählen, was es bedeutet, wenn Grundrechte verletzt werden und wie sie für ihre Rechte kämpfen. Gekämpft habt auch ihr, die Jugendaktivistinnen und –aktivisten von Amnesty Schweiz. Aber nicht nur, auch gefeiert wurde, beispielsweise an den insgesamt drei Abstimmungspartys in der ganzen Schweiz, zuletzt kurz vor der Abstimmung am 16. November in Basel. Mit mehreren Musikgruppen, viel Motivation und grossem Einsatz wurden bis tief in die Nacht die Menschenrechte gefeiert – und der Umstand, dass es sich lohnt, uns für diese einzusetzen!

 

Gelohnt hat es sich allemal und lohnen tut es sich auch jetzt – auch nach dem 25. November 2018. Menschenrechte haben uns die vergangenen Monate stark gemacht. Aber nicht nur Menschenrechte, auch Menschen haben uns stark gemacht. Ihr habt uns stark gemacht. Deshalb noch einmal ein riesiges DANKE DANKE DANKE für eure Energie, eure Inspiration, euren Mut und euren unbezahlbaren Einsatz für die Menschenrechte!

 

 

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